WIR SIND PLATTSPORT

Martin Tetzlaff (mt) – tetze (at) plattsport.de

Warum Plattsport?

Ich liebe Sport und im Besonderes Fußball und Eishockey. Über die Dinge, die gerade in der Fußballwelt abgehen, kann ich nur noch den Kopf schütteln. Und bevor ich den selbigen in den Sand stecke, spreche ich lieber über das, was mir gegen den Strich geht. Dabei kann man tolle Dinge entdecken, die man mit der Zeit nicht mehr wahr genommen hat und lernt sie neu zu schätzen. Und man trifft spannende Menschen, die wahnsinnig tolle Dinge zu erzählen haben.

Mein Heimatverein?

War immer der 1. FC Neukölln 1895, für ich den ich selbst in der Jugend kurz gekickt habe. Nachdem ein serbischer Bauunternehmer den Verein übernommen hatte, wurde er jedoch in “1. FC Novi Pazar Neukölln 1895”. Die Dinge laufen also auch im Amateurfußball hier und dort krumm.

In einer perfekten Sportwelt…

…siegt die Mannschaft, die nicht zwingend das meiste Geld hat, und der Sportler, der am ehrlichsten trainiert und das Beste aus sich herausgeholt hat. In dieser Welt geht es nicht im Prestige und Selbstbereicherung, sondern um Werte wie Fairness, Freundschaft und Spaß.

Mein größter Star?

Für alle Zeiten Gabriel Omar Batistuta, der noch mit Leidenschaft gespielt hat und als Batigol in Erinnerung bleiben wird.

Das schönste im Amateurfußball?

Neben der unperfekten Menschlichkeit, die man in den unteren Klassen erleben kann, liebe ich den Duft auf einem Sportplatz zu stehen und die Natur um mich herum wahr zu nehmen. Und natürlich, dass Geld nicht das Allerwichtigste ist.

Der Verein meines Herzens?

Außerhalb Deutschlands ist es Olympique Marseille und in Deutschland Union Berlin.


Stephan Gerteis (sg) – hassadeur (at) plattsport.de

Warum Plattsport?

Plattsport bietet mir ein wunderbares Ventil, um den Frust über die verrohten derzeitigen Entwicklungen im Weltfußball zu umschiffen. Es ist meine Fußballinsel, auf die ich zurückkehren kann, wenn mich etwas stört, die mir neue Kraft gibt und mich motiviert, sich dem Fußball auf einem anderen Weg wieder neu zu nähern. Fußball wieder neu lieben zu können, durch Abbau von Hass. 🙂 Durch Plattsport habe ich meine Liebe zum Amateurfußball wiederentdeckt. Seitdem sauge ich alles Spannende in mich auf, was ich an interessanten Geschichten unterhalb des Profiradars entdecken kann. Über diesen Weg habe ich meine Freude zum Fußball wieder neu aufleben lassen können. Lasst uns gemeinsam kurzeitig hassen, um wieder lieben zu können!

Mein Heimatverein?

Der wunderbare SV 98 Schwetzingen. Beheimatet im Nordbadischen, nicht unweit von Mannheim. Mitte der neunziger Jahre hatten wir eine der besten Jugendabteilungen Deutschlands und waren sogar im Viertelfinale des deutschen Jugendpokals. Mit späteren Bundesligaspielern wie Joachim Stadler und Stephan Hanke. Auch den badischen Pokal konnten wir schon zweimal gewinnen und somit am DFB–Pokal teilnehmen. Derzeit befindet sich mein geliebter SV 98 noch in der Verbandsliga Nordbaden, doch die Tendenz geht leider in Richtung Abstieg. Aber egal was passiert: mein Herz wird immer an diesem Verein hängen.

Eine perfekte Sportwelt…

Ist für mich eine Utopie, aber wir können uns diese für uns perfekte Sportwelt selber schaffen und es uns in dieser Welt gemütlich machen. Ein Besuch auf einem schönen Amateurplatz, garniert mit herrlichem Rasenduft, untermalt von sanftem Bratwurst- und Biergeruch, flankiert von freundlich meckernden Zuschauern und den Geräuschen von kommunizierenden Mannschaften auf dem Platz, kratzt für mich schon sehr an der Perfektion.

Mein größter Star?

Hierbei muss ich unterscheiden zwischen meinem kommerziell größten Star und meinem unbekanntesten größten Star. Kommerziell am meisten beeindruckt hat mich der portugiesische Stürmerstar Pauleta, der in 88 Länderspielen für Portugal 47 mal eingenetzt hat. Seine dabei immer sympathische Art hat mich jedes Mal wieder aufs Neue begeistert. Seine Technik war überragend und sein Torriecher über alles erhaben. Danke Pauleta für diese vielen schönen Jahre. Bei den Unbekannten liegt bei mir ganz klar ein Torwart auf der Pole Position. Da ich selber früher auf dem Bolzplatz immer der Torwart war, musste mein Held natürlich auch ein Torwart sein. In diesem Fall der wunderbare Michael Höck, der auch heute noch mit 49 Jahren das Tor des SV Schopfloch hütet. Zu seiner besten Zeit war er in der dritten Liga die Nummer Eins beim VfR Mannheim und spielte auch mit ihnen im DFB–Pokal. Aufmerksam auf ihn bin ich geworden in seiner Zeit bei meinem SV 98 Schwetzingen. Er hat bei uns dermaßen eingeschlagen, dass ihn sogar der große FC Bayern München zu einem Probetraining eingeladen hat. Seine Reaktionen auf der Linie waren abgefahren gut. Er hatte für mich locker das Niveau noch höher als in der dritten Liga zu spielen.

Das Schönste am Amateurfußball?

Ist die Vielfalt, die es zu entdecken gibt. So viele mannigfaltige Geschichten, die sich einem immer wieder neu auftun. Sei es die Entdeckung von Brüdern von bekannten Bundesligaspielern in unteren Ligen, seien es interessante Paradiesvögel, sei es ein spannendes Konzept von einem kleinen Verein oder ein ehemaliger Nationalspieler, der einfach Lust hat, in unteren Ligen Fußball zu spielen usw. Der Amateurfußball ist für mich ein Füllhorn von wunderbarer, schier nie enden wollender Individualität. 

Der Verein meines Herzens?

War mal der FC Schalke 04 und wird es auch irgendwie immer ein wenig bleiben, aber mein gesteigertes Interesse an Profifußballvereinen ist im Laufe der letzten Jahre ein wenig abgeflacht. Somit ist auch meine Liebe zu Schalke 04 ein wenig eingeschlafen. Der absolute Verein meines Herzens ist auch gleichzeitig mein Heimatverein SV 98 Schwetzingen. Zusätzlich hege ich sehr große Sympathien für den, in der bayrischen Oberpfalz beheimateten Verein, DJK Gebenbach, die aus wenigen Mitteln ganz viel machen und dieses Jahr an der Schwelle zur Regionalliga Bayern stehen. 


Christian Höllriegl (ch) – hoelli (at) plattsport.de

Warum Plattsport?

Die Sportwelt von heute entfernt sich leider immer mehr von der Basis! Und das ärgert mich sehr. Es geht heutzutage mehr um die Quote als um den Sport selbst. Man liest täglich von dreistelligen Millionensummen  und kann diese Dimensionen überhaupt nicht mehr realisieren. Auf Plattsport können wir die Zeit wahrscheinlich nicht zurückdrehen, aber zumindest können wir hier unserem Frust ein wenig „Luft machen“.

Mein Heimatverein?

Das ist der MTSV Beindersheim. Beindersheim liegt in Rheinland-Pfalz und ist ein Dorf mit ca. 3000 Einwohnern. Hier haben meine beiden Söhne das Kicken gelernt. Seit mehr als 10 Jahren betätige ich mich auch ehrenamtlich im Club. Durch den neuen Kunstrasenplatz (hat vor 4 Jahren unseren alten roten Hartplatz ersetzt) ist ein enormer Aufschwung im Verein erfolgt. Es macht unheimlich Spaß diese Entwicklung der letzten Jahre hautnah mitzuerleben und mitzugestalten.

Eine perfekte Sportwelt…

…die gibt es leider nicht. Meine Sportwelt ist super, wenn ich sonntags mit meinen AH-Kollegen bei nem Bierchen unsere Jungs anfeuern kann. Entspannend und manchmal auch spannend zugleich. Perfekt ist, wenn unser Club auch noch gewinnt!

Mein größter Star?

Ach, ich finde viele Fußballer gut. Ob aus der früheren oder auch aus der heutigen Zeit.. Der Einzige, den ich „Star“ nennen möchte, habe ich selbst leider nie live Fußball spielen gesehen: FRITZ WALTER! Neben seinen sportlichen Erfolgen, hat mir sehr imponiert, dass er immer sehr bodenständig war und schon damals dem Reiz der „schnellen Mark“ nie verfallen war. Ein volksnaher Volksheld, der auch heute noch –vor allem in der Pfalz- sehr verehrt wird.

Das schönste im Amateurfußball.

Eine ganze Menge. Es ist halt alles sehr familiär. Meist kennt man fast jeden Spieler persönlich der sonntags auf dem Platz steht. Egal ob es der Dorfbäcker, der Schwager, der Kumpel oder gar das eigene Kind ist. Und auch beim Gegner sind meist das ein oder andere „bekannte Gesicht“ zu sehen. Vor allem Derbys haben bei manchen Spielen –auch bis in die unterste Klasse- einen ganz besonderen Charakter.

Der Verein meines Herzens?

Neben meinem geliebten MTSV ganz klar der 1.FC Kaiserslautern! Eine Liebe, die mich schon fast mein ganzes Leben begleitet. Mit der ich alle Höhen und Tiefen der letzten 30 Jahre gefeiert und durchlitten habe. Auch wenn die aktuelle Situation einen erneuten Tiefpunkt darstellt, werde ich den Roten Teufeln auf meinen Lebtag treu bleiben und auch in der nächsten Saison zum 22. mal meine Dauerkarte für den Betzenberg holen.