Interview Christian Pozo y Tamano (Wattenscheid 09)

Mit Christian Pozo y Tamano, neuer 2. Vorsitzender und Verantwortlicher für den sportlichen Bereich der SG Wattenscheid 09, sprechen wir über die vergangenen Entwicklungen bei dem Traditionsverein, den zukünftigen Neustart in der Oberliga Westfalen und über vieles mehr.

2019 traf es den Bochumer Traditionsverein SG Wattenscheid 09 mit voller Wucht. Nachdem einer der Hauptsponsoren keine weitere Unterstützung zugesagt hatte, musste der Verein, über dem das Damoklesschwert einer drohenden Insolvenz schon des Öfteren  hing, tatsächlich den bitteren Gang nach Canossa beschreiten und die Insolvenz anmelden. Viele Vereine hätten in solch einer Situation wahrscheinlich den Kopf in den Sand gesteckt, doch die neuen Verantwortlichen der SG Wattenscheid 09 krempelten die Ärmel hoch und legten los wie die Feuerwehr. Gemeinsam mit der Insolvenzverwalterin Dr. Anja Comandeur, erarbeiteten sie ein neues Konzept und stellten den Verein auf neue Säulen. 

Bevor wir über die Insolvenz und den Neustart sprechen, interessiert es mich brennend, wie Du bevor Du Dich offiziell bei Wattenscheid 09 engagiert hast, als Fan, der die goldenen Jahre in der Bundesliga miterlebt hast? Ich persönlich erinnere mich noch gut an viele schöne Zusammenschnitte damals bei RAN mit Namen wie Souleyman Sané, Marek Lesniak, Eduard Buckmaier oder Ralf Eilenberger. Was waren Deine schönsten Erlebnisse mit der SG Wattenscheid 09 in der Vergangenheit?

Die Zeit in den frühen Neunzigern ist auch bei mir noch sehr präsent. Da war ich zwar selbst noch Schulkind, aber diese Erlebnisse als gallisches Dorf im großen Bundesliga-Zirkus sind eine unfassbare Erinnerung. Allein die Duelle gegen den FC Bayern, 1990. Da haben wir uns für die standesgemäße 0:7-Klatsche im Hinspiel  vor rund 35.000 Menschen im Rückspiel im benachbarten Ruhrstadion mit mit einem späten Treffer zum 3:2 revanchiert. Und dem 1. FC Kaiserslautern auch unerwartet Schützenhilfe auf dem Weg zur Meisterschaft geleistet. Das sind die Spuren, die wir als Verein hinterlassen haben. Und daran denke ich extrem gerne zurück.

“Mit dem Gedanken, einem Sponsor 80.000 Euro abzunehmen, um den November zu überleben, nur damit vielleicht erst Dezember Feierabend ist, damit kann ich nicht leben.”

Für die Zukunft musstet Ihr als inzwischen fünfköpfiger Vorstand einiges erledigen, nachdem Ihr nach der Insolvenz Anfang 2020 von den Mitgliedern des Vereins gewählt wurdet. Was waren die ersten Schritte, die Ihr eingeleitet habt und wie kamt Ihr auf die Idee, die Existenz des Vereins zu sichern,  in dem ihr erst mal Euren Fokus auf die Rettung der Jugendabteilung gesetzt habt?

Es war am Ende die einzig machbare Option. Es gab natürlich die Bemühungen, das „große Ganze“ zu retten und die Regionalligamannschaft weiter zu beschäftigen. Trotz Punktabzug wäre man, auch wegen des später erfolgten Abbruchs der Saison, auch heute noch Regionalligist. Aber all die Gespräche mit möglichen Sponsoren, die durch die Insolvenzverwalterin, durch die damals noch verantwortliche Vereinsführung und nachher auch durch Christian Fischer und mich als neuer möglicher Vorstand geführt wurden, waren nie wirklich zielführend. Dieses ganze Zahlenwerk war so erdrückend, dass am Ende keine Perspektive auf eine Weiterbeschäftigung des Kaders bestand. Und mit dem Gedanken, einem Sponsor 80.000 Euro abzunehmen, damit man vom Oktober in den November kommt, nur damit vielleicht erst Dezember Feierabend ist, damit kann ich nicht leben.

Mögliche externe Sponsoren haben uns ganz klar mitgeilt: Ein „weiter so“ darf es nicht geben, dafür ist einfach zu viel kaputt gegangen. Am Ende haben wir uns auf die Rettung der Nachwuchsabteilung konzentriert, um den Rechtsträger zu erhalten und die Löschung aus dem Vereinsregister zu verhindern. Außerdem waren da auch noch 211 Kinder, Jugendliche und deren Trainer. Die traf die geringste Schuld an der ganzen Situation, und wir wollten, dass es für die wenigstens weitergeht.

Ich habe gelesen, dass die Insolvenzverwalterin Dr. Anja Commandeur, Euch als handelnden Personen inzwischen die Geschäfte wieder komplett übergeben hat. Wie war und ist so die Zusammenarbeit mit einem Insolvenzverwalter? Auf was muss man besonders achten, um ein Insolvenzverfahren bei einem Fußballverein wieder in positive Bahnen zu lenken?  

Das stimmt zum Teil, noch ist das Urteil des Amtsgerichts nicht rechtskräftig. Die Einspruchsfrist ist soweit abgelaufen und dementsprechend dürfen wir auch mittlerweile eingeschränkt Rechtsgeschäfte vornehmen, es gibt aber seitens der Insolvenzverwalterin noch einige Formalitäten, die noch erledigt werden müssen. Frau Dr. Commandeur wird uns etwa noch bis zum Ende des Jahres erhalten bleiben und begleiten. Das ist, so ist zumindest mein laienhaftes Verständnis als Nicht-Jurist, aber auch üblich in einer Planinsolvenz. Ansonsten kann ich aus der Vergangenheit berichten, dass unsere Insolvenzverwalterin uns schon über die Schultern geschaut hat, allerdings hat sie uns auch recht frühzeitig signalisiert, dass sie mit dem Weg einverstanden ist und uns einige Freiräume eingeräumt hat. Wir hatten von Beginn an ein sehr vertrauenswürdiges Verhältnis, und das ist sicherlich einer der Gründe, warum wir heute da stehen, wo wir stehen. Deswegen kann ich auch an dieser Stelle nur nochmal wiederholen, dass Frau Dr. Commandeur einen sehr großen Anteil daran hat, dass es den Verein noch gibt und wir überhaupt die Chance auf den Neustart hatten.

Da ich die SG Wattenscheid 09 seit einiger Zeit intensiver verfolge, ist mir natürlich auch Euer neuer Slogan „Nie war mehr Aufbruch als Jetzt“ ins Auge gefallen. Ich finde er trifft Euer Handeln wie den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Ihr habt in kürzester Zeit einen neuen Trainer engagiert, einen 27 Mann starken und, bis auf Norman Jakubowski, kompletten neuen Kader zusammengestellt, über 300 neue Dauerkarteninhaber mobilisiert, einen neuen Hauptsponsor gewonnen und seid in  Kooperationsverhandlungen. Lass uns Schritt für Schritt über die neuen Entwicklungen sprechen.

Euer neuer Trainer ist mit Christian Britscho in Nordrhein Westfalen kein unbeschriebenes Blatt. Er hat letzte Saison RW Ahlen zum Aufstieg in die Regionalliga geführt und hat früher unter anderem für den Wuppertaler SV und für die Jugendabteilung des VfL Bochum gearbeitet. In seiner Bochumer Zeit hat er keinen geringeren als Leon Goretzka an den Profifußball herangeführt. Wie ist der Kontakt zu Christian Britscho entstanden und wie würdest Du seine Spielphilosophie beschreiben? 

Ich kenne Christian schon ein bisschen länger. Ich habe damals unter Gertjan Verbeek als Videoanalyst in der Zweitligamannschaft des VfL Bochum gearbeitet und Christian war als U17-Trainer auch zugleich einer der Co-Trainer der Lizenzspieler. Der Kontakt ist nie abgebrochen und ich habe seinen Werdegang verfolgt. Wir als Vorstand der SG 09 haben für uns dann zu Beginn des Jahres ein Anforderungsprofil erstellt und definiert, was der neue Cheftrainer so mitbringen sollte. Da ging es um Dinge wie Erfahrungen im Nachwuchsfußball, Erfahrungen im Seniorenfußball, idealerweise Kenntnisse der Oberliga Westfalen und die Bereitschaft, eine gewisse fußballerische Philosophie umzusetzen. Ausgehend von diesem Anforderungsprofil ist Christian Britscho für uns die Idealbesetzung und seine Zusage war ein absoluter Meilenstein. Entsprechend gigantisch ist sein Anteil daran, dass wir jetzt eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken können. In der Spielphilosophie geht es nicht immer nur zwingend um taktische Details, sondern um die fußballerische Identität eines ganzen Vereins. Aktiv sein, das Spiel gestalten wollen, dabei mutig, initiativ und trotzdem diszipliniert agieren. Mit Betonung auf agieren, nicht reagieren. Dazu kommt seine Ansprache, sein Auftreten, es passt einfach. Wir sind froh, dass wir Christian in unseren Reihen haben.

“Keiner ist wegen des Geldes hier, jeder könnte bei einem anderen Oberligisten wahrscheinlich das Doppelte verdienen.”

In kürzester Zeit ist es Euch gelungen einen konkurrenzfähigen 26-Mann-Kader, mit einigen schon Oberliga – und Regionalliga-erfahrenen Spielern auf die Beine zu stellen. Das so hinzubekommen, dafür habt Ihr unseren größten Respekt. Wie habt Ihr es hinbekommen so viele Spieler auf einmal für Euer Projekt zu begeistern und wie genau seid Ihr dabei vorgegangen? 

Zum einen hat wie gerade schon erwähnt der Trainer einen Löwenanteil daran. Er genießt in der Szene einen guten Ruf und ist auch gut vernetzt. Ansonsten können und wollen wir die Jungs nicht mit Geld locken, das haben wir auch nicht versucht. Alle, die zu uns gekommen sind, sind von dem Projekt einfach begeistert. Wir haben gute Bedingungen, ein tolles Stadion und ein klasse Umfeld. Hier bei einem kompletten Neustart von Beginn an dabei sein zu können, das ist wohl der größte Reiz für alle Beteiligten. Und das verbindet diese Mannschaft auch – keiner ist wegen des Geldes hier, jeder könnte bei einem anderen Oberligisten wahrscheinlich das Doppelte verdienen, aber jeder bringt aus sich heraus eine gewisse Motivation mit. Umso überraschender war es für mich, wie wenig Absagen wir von potentiellen Neuzugängen bekommen haben. Die kann man an einer Hand abzählen.

Vom TSG Sprockhövel sind besonders viele Spieler zu Euch gewechselt. Wie kam es dazu, dass gerade so viele Spieler von diesem Verein den Weg zur SG Wattenscheid 09 gefunden haben?

Das ist zum einen mit Phil Britscho der Sohn des Trainers, darüber hinaus leben Bruno Staudt, Tom Sindermann, Luca Hauswerth und Felix Casalino zusammen in einer WG in Bochum. Beim ersten Gespräch mit einem der Akteure wurde schnell klar, dass die Chance bestünde die ganze WG zu verpflichten. Das klingt nach Schnapsidee, war es aber nicht. Wer die Jungs kennt und die Qualität einschätzen kann, der sieht schnell, dass die Idee auch aus sportlichen Gesichtspunkten total sinnvoll ist. Dass man in Sprockhövel darüber nicht glücklich ist, ist nachvollziehbar. Wir würden uns auch auch darüber ärgern.

Norman Jakubowski, der einzig verbliebene Spieler aus dem Kader der letzten Saison, soll viel Hilfe beim Aufbau des Kaders geleistet haben. Inwiefern hat er der SG Wattenscheid 09 bei der Spielersuche helfen können und wer hat dem Verein noch bei der Kaderplanung unterstützt?  

Das stimmt, wir sind Norman Jakubowski extrem dankbar. Er war der erste und einzige aus der ehemaligen Regionalligamannschaft, der ohne irgendwelche Bedingungen gesagt hat: Ich bleibe hier und helfe beim Neuaufbau. In der Folge hat er mit seinem Netzwerk viele Türen geöffnet, Gespräche geführt und einige Spieler von unserem Weg überzeugt. Das kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen. Auch wenn Norman jetzt erstmal wieder „nur“ Spieler ist, die Mannschaft hat sich ausdrücklich für ihn als Kapitän ausgesprochen. Ich denke, das sagt alles über seine Rolle in diesem Verein. Aber wir dürfen auch Nils Hönicke nicht vergessen. Der war der zweite, der uns zugesagt hatte. Auch da mussten wir keine Überzeugungsarbeit leisten, stattdessen hat Nils mit seinem Münsteraner Netzwerk geholfen, dass wir heute sind, wo wir sind. Das alles ist nicht selbstverständlich. 

“Es haben ja sogar Leute eine Dauerkarte erworben, die sowieso eine Dauerkarte auf Lebenszeit besitzen.”

Laut der Internetseite des Vereins, habt die SG Wattenscheid schon über 300 Dauerkarten verkauft. Welche Schritte wurden unternommen um die Fans mit ins Boot zu holen und wie kam es zu der verzehnfachten Anzahl an Dauerkarteninhabern? Auch bei der Mitgliederzahl nähert Ihr Euch der Marke von 1000 Mitgliedern. Wie ist hier der aktuelle Stand der Dinge? 

Im Moment kann ich nur sagen, dass sich aktuell mehr Menschen sich an- als abmelden, das ist sehr positiv. So richtig sind wir in Sachen Mitgliederwerbung aber noch gar nicht in die Offensive gegangen. Es ist eine Mitgliederinitiative angedacht, da gibt es auch schon ein Konzept. Die 1000 haben wir jedenfalls noch nicht erreicht, aber das werden wir in Kürze in Angriff nehmen, sobald ein wenig Alltag einkehrt.

Bei den Dauerkartenverkäufen waren wir ehrlich gesagt  selbst ein wenig überrascht. Viele Leute haben berichtet, dass es ihnen beim Kauf der Karte gar nicht um die Zugangsberechtigung oder die Ersparnis dabei an sich ging, sondern dass es vielmehr ein Zeichen der Solidarität war. Es haben ja sogar Leute eine Dauerkarte erworben, die sowieso zu unserem ehrenamtlichen Team gehören oder ohnehin eine Dauerkarte auf Lebenszeit besitzen. Der Spielbetrieb war unterbrochen, wir sind im Neuaufbau, entsprechend haben die Menschen einen Weg gesucht uns dabei trotz aller Unsicherheit, gerade was Corona angeht, zu unterstützen. Und das wurde irgendwann quasi zum Selbstläufer.

Neben dem Aufbau eines weitläufigen Pools an neuen und alten Sponsoren, konnte die SG Wattenscheid 09 mit der Firma “Triple S Manufaktur GmbH” auch einen neuen Hauptsponsor für ihren neuen Weg begeistern. Wie kam der Kontakt zum Unternehmen zustande und was sind die Eckpfeiler der Partnerschaft? 

Der Kontakt entstand über meinen Vorstandskollegen Patrick Urbanczik. “Triple S” hat erst kürzlich in Wattenscheid einen weiteren Standort eröffnet. Der Inhaber Alfons Bromkamp ist im allerpositivsten Sinne „fußballverrückt“, und die Chemie hat von der ersten Sekunde an gestimmt. Die Partnerschaft beinhaltet neben dem regulären Sponsoring einige Projekte. Unter anderem sind wir dabei, Menschen für “Triple S” zu begeistern und dort eine Beschäftigung zu vermitteln, was sogar bei einigen unserer Spielern der Fall ist. Zudem ist Alfons Bromkamp nicht nur unser größter Partner mit seinem Unternehmen, er ist auch einer der größten Fans der Sportgemeinschaft. Er ist immer vor Ort, freut sich über jedes Tor und fühlt sich wohl bei uns im Lohrheidestadion. Einen besseren Hauptsponsor kann man sich gar nicht wünschen.

Ihr habt unter anderem auch in der Firma Hartmann einen neuen Gastropartner gefunden und was bei mir noch mehr Begeisterungssprünge ausgelöst hat, mit der Brauerei Stauder einen neuen Bierlieferanten. Für mich ist die Brauerei Stauder einer der besten Bierproduzenten des Ruhrgebiets. Wie kam der Kontakt zur Brauerei Stauder zustande und wie haben die Fans diesen Coup aufgenommen? 

Die meisten ähnlich wie Du. In der Tat gibt es bei den Stauder-Fans und den Anhängern unser SG 09 eine große Schnittmenge. Wir hatten sehr gute Gespräche mit dem Getränkelieferanten Hartmann und auch mit der Brauerei. Daraus ist jetzt eine Partnerschaft entstanden, die auch weit über ein normales „Kunde-Lieferant-Verhältnis“ hinausgeht. Die Idee dazu ist am 23. Dezember 2019 entstanden, da hat unsere Fanabteilung ein weihnachtliches Grillen veranstaltet. Dort wurde uns von Seiten der Fans nahegelegt, dass man doch mal dringend ein Gespräch mit der Brauerei führen sollte. Das haben Marketingvorstand Stefan Beermann und unser Catering-Organisator Martin Komosha getan. Diese Partnerschaft ist in für alle Beteiligten äußerst schwierigen Zeiten entstanden, als keiner wusste wie es in Sachen Gastronomie überhaupt weitergeht. Das wissen wir sehr zu schätzen.

“Wir wollen wieder ein bodenständiger Ausbildungsverein werden.”

In der Zukunft soll der Fokus auch sehr auf die Jugendarbeit gelegt werden. Die Jugendabteilung soll, auch anders als dies früher der Fall war, budgettechnisch von der ersten Mannschaft entkoppelt sein. Welche Ideen und Ziele hat die SG Wattenscheid 09 für die Zukunft bezüglich der Jugendarbeit?  

Tatsächlich ist die Nachwuchsabteilung jetzt budgetiert, das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Wir haben ein übergeordnetes Ziel: wir wollen die Lücke zwischen unseren Nachwuchsmannschaften und der ersten Mannschaft so klein wie nur irgendwie möglich machen, also unseren eigenen Talenten zukünftig wieder die Möglichkeit geben, auch bei uns im Seniorenbereich die ersten Schritte zu gehen. Tim Krickhahn ist der neue sportliche Leiter im Nachwuchs und hat da konzeptionell etwas richtig gutes erarbeitet. Es gibt jetzt Fördertrainings, es gibt Übergangtrainer, die zwischen U17, U19 und erster Mannschaft quasi als Springer fungieren, die U19 und U17 Trainer sind regelmäßig beim Training der Oberliga-Mannschaft als Co mit dabei, werden also auch weiter ausgebildet. Im Idealfall gelingt es uns langfristig, eine zweite Mannschaft zu etablieren, die irgendwann mal eine U23 oder sogar U21 abbildet und den Spielern eine Möglichkeit bietet, die nicht sofort den Sprung in die Erste schaffen. Wir wollen also wieder ein bodenständiger Ausbildungsverein werden, das gilt für Spieler und Trainer.  

Zum Abschluss vor der letzten Frage,  möchte ich allen Verantwortlichen der SG Wattenscheid 09 ein großes Lob aussprechen. Als Außenstehender bin ich sehr beeindruckt von der Arbeit die in den letzten Monaten bei der SG Wattenscheid 09 geleistet wurde. 
Was sind Eure Ziele für die nächsten Jahre?

Ich habe die große Hoffnung, dass wir wieder Ruhe in den Verein bekommen, seriös und unaufgeregt an die Dinge herangehen können und die nötigen Strukturen schaffen, damit 09, organisch, also aus sich heraus, gesund und mit Augenmaß wieder wachsen kann. Wenn die Nachwuchsabteilung wieder nahtlos in den Verein integriert ist, Talente den Sprung schaffen und die erste Mannschaft irgendwann davon profitiert und sich sportlich und wirtschaftlich stabilisiert, dann kann man davon sprechen, dass wir unsere Mission erfüllt haben.

Danke lieber Christian für die genommene Zeit und viel Erfolg bei Eurem Saisonstart. Wir von Plattsport wünschen Dir und der SG Wattenscheid 09  alles Gute. 

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